Energieräuber lauern überall.....nur wie erkenne ich sie?

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Um mental fit zu bleiben kann es sehr hilfreich sein, sich immer einmal wieder bewusst zu machen, wie wir grundsätzlich mit unseren Energien umgehen. Was raubt uns Energie und woraus ziehen wir Energie? Über eine gewisse Zeitspanne betrachtet, was überwiegt? Was macht es mit uns, wenn immer mehr Energie von uns abgezogen wird, als wir wieder auftanken können?

Eines steht fest, jedenfalls aus meiner persönlichen Erfahrung, letzteres macht uns auf Dauer mürbe und krank.

Denn wie es um unseren Energiehaushalt bestellt ist merken wir oft erst, wenn es zu spät ist. Leider  häufig, wenn wir uns schon mitten in der Energieabwärtsspirale befinden. Wenn sich unsere Seele bereits lautstark meldet und unser Körper anfängt, uns deutliche Signale zu senden. Häufig neigen wir leider dazu, diese Signale zu „überhören“ oder zu verdrängen.

Eigentlich wissen wir ja, dass Energien nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen und wir deshalb auch „schnell“ an unsere Grenzen geraten können.

Aber wir setzen (provokant ausgedrückt) auf? Ja, auf was eigentlich? Das es vergehen wird, Menschen/Situationen um uns herum sich schon ändern werden. Leider passiert das eher selten bis gar nicht.

Schauen wir einmal näher hin.

Die Ursache liegt meist darin, dass Menschen (und da gehörte ich über Jahrzehnte ebenfalls dazu), gewisse Persönlichkeitsanteile und Prägungen, die sich als hinderlich z. B. Verhaltens-/Denkmuster herausstellen in sich tragen und sich als sehr empfänglich für Energieräuber erweisen.

Das Fatale daran ist, dass wir und ich sage es aus eigener bitterer Erfahrung, es leider gar nicht oder erst viel zu spät erkennen. Wir merken zwar, dass es etwas nicht stimmt, aber statt „Stopp“ zu sagen und bewusst hinzuschauen, machen wir weiter und weiter, bis es uns eines Tages schmerzhaft einholt.  

Es muss oft erst soweit kommen, dass wir uns ausgelaugt, gefrustet, müde und/oder lustlos fühlen.

Unser Energielevel am unteren Limit läuft und sich quälende Hilfslosigkeit einstellt. Wir haben uns „eingerichtet“, reden uns ein „geht schon“, wird bald besser oder wir nehmen uns vor, wenn das und das eintritt, dann. Ja, dann wird alles anders. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Oft folgt die Ernüchterung auf dem Fuße. Ohne unser eigenes Zutun, z.B. bewusst eine Entscheidung zu treffen: bis hierher und nicht weiter, wird sich nichts verändern. Es liegt, ich muss es leider so klar ausdrücken, an uns selbst und es kann uns niemand abnehmen, die Notbremse zu ziehen.

Leider tritt das „dann wird alles anders“ nicht von alleine ein. Wir müssen erst am Limit laufen, uns krass an die Belastungsgrenze bringen, bis wir bereit sind oder „gezwungen“ werden, genauer hinzuschauen.

Moment!

Wenn du jetzt sagst. Moment, da gehören immer zwei zu. Der eine der Energie raubt und der andere, der es zulässt. Stimmt, nur da liegt genau der Punkt. Es ist immer die Frage, warum wir das mit uns machen lassen resp. zulassen.

Nur eines ist Fakt: wir können nur an uns selber arbeiten und uns dahingehend weiterentwickeln, soll meinen, es zu erkennen und daran zu arbeiten. Wir können andere Menschen nicht verändern, auch wenn wir es manchmal gerne hätten oder uns zu mindestens wünschen würden. Es funktioniert definitiv nicht. Wir können uns nur selbst verändern, unser Verhalten, unsere Art zu Denken und entsprechend zu handeln.

Als ich in 2007 stressbedingt für ein halbes Jahr krank geworden bin, habe ich gelernt, dass es, wie fast in allen Bereichen die uns persönlich betreffen, ein Prozess ist. Veränderungen, die aus uns selbst heraus entstehen dürfen, können nicht beschleunigt werden.

Es braucht seine Zeit und das Tempo ist individuell sehr unterschiedlich.

Ich denke, dass du diesen Blogartikel bis hierher gelesen hast, weil du auch in der ein oder anderen Form mit Energieräubern zu tun hast.

Welche Formen von Energieräubern gibt es?

Ich habe nachstehend ein paar typische Beispiele zusammengetragen, daher ist die Liste nicht vollständig.

Energieräuber finden wir beispielsweise (Reihenfolge ist ohne Wertung zu sehen) im Beruf, in der Familie, in der Partnerschaft, im Freundeskreis, in der Nachbarschaft und in uns.

Energieräuber in uns, die typischerweise bewussten oder unbewussten Dauerstress auslösen:

  1. sich ständig Sorgen machen
  2. nicht abschalten können
  3. notorisch verplant sein oder sich verplanen lassen
  4. es allen recht machen, nicht „Nein“ sagen können
  5. immer „on“ sein: z.B. Smartphone, soziale Medien
  6. unerledigte Dinge aufschieben
  7. starke innere Kritiker, übertriebener Anspruch an sich selbst
  8. immer das „berühmte Haar“ in der Suppe suchen
  9. Selbstzweifel
  10. ständige Erreichbarkeit
  11. alles auf einmal machen wollen
  12. sich permanent unter Druck setzen
  13. seine Bedürfnisse unterdrücken und permanent hinten anstellen

Menschentypen, die uns Energie rauben können, z.B.:

  1. Ständige Opfer
  2. Pessimisten
  3. Notorische Nörgler
  4. Narzissten
  5. Egoisten
  6. Ewig Hilflose
  7. Besserwisser
  8. Zyniker
  9. Überfürsorgliche

Hast du deine persönlichen Energieräuber identifizieren können, die dir dauerhaft Zeit, Nerven und damit Energien rauben?

Dann lade ich dich ein, noch ein wenig weiterzulesen.

6 Schritte

Aus meiner Erfahrung sind diese 6 Schritte sehr wirksam, um Energieräuber zu erkennen und abzuwählen:

  1. sich bewusst Zeit nehmen und kritisch hinzuschauen
  2. zu erkennen, wer oder was raubt und in welcher Form Energie
  3. zu verstehen und anzunehmen, dass es so nicht weitergehen kann
  4. die Bereitschaft, eine bewusste Entscheidung gegen den/die Energieräuber zu treffen
  5. den Willen zu haben, das Thema aktiv anzugehen und etwas zu verändern
  6. achtsam mit sich umzugehen, um nicht wieder in alte Denk-/Verhaltensmuster zu verfallen

Ich hoffe, der Beitrag hilft dir dabei, im 1. Schritt deine „Energieräuber“ zu erkennen und dich damit aktiv auseinanderzusetzen. 

Wer oder was raubt dir Energie?

Schön, dass dich der Beitrag interessiert hat!

Achtsame Grüße von Ulrike Roth